Seit mehr als 190 Jahren stellen wir uns bei BECHEM immer wieder dieselbe Frage: Wie müssen Schmierstoffe morgen funktionieren, damit unsere Kunden heute schon einen Schritt voraus sind? Dabei geht es um Entscheidungen zur richtigen Zeit und um den Mut, sich immer wieder neu zu erfinden. Genau das hat BECHEM über Generationen hinweg ausgezeichnet.

Ich möchte Ihnen zeigen, warum Wandlungsfähigkeit für uns kein Schlagwort ist, sondern gelebte Praxis, damals wie heute und ganz sicher auch morgen. Gehen Sie mit mir auf eine Reise von unseren historischen Wurzeln bis zu den hochspezialisierten Lösungen von heute.

Als CSO erlebe ich täglich, wie stark sich Märkte, Technologien und Anforderungen verändern. Was mich dabei besonders stolz macht: Unsere Antworten darauf entstehen nicht aus dem Bauchgefühl heraus, sondern aus echter Nähe zu unseren Kunden und ihren Anwendungen. Wir hören zu, wir hinterfragen, wir entwickeln weiter – und manchmal denken wir Dinge ganz bewusst neu. Und das seit 1834.

Was in den 1830er-Jahren mit Anwendungen für die junge aufstrebende Eisenbahnindustrie begann, wurde zu einer Geschichte ständiger Neuerfindung. Mineralöl war noch Zukunftsmusik und wurde erst gut 25 Jahre später entdeckt. Daher lieferten wir pflanzenbasierte Schmierstoffe für die Industrien Bahn, Drahtzug, Bergbau und Stahl. Diese Branchen waren geprägt von extremen Belastungen und hohen Anforderungen. Genau dort haben wir gelernt, dass Schmierstoffe dann den größten Nutzen bieten, wenn sie präzise auf eine Anwendung zugeschnitten sind. Entscheidend war schon damals nicht der Rohstoff, sondern unser Anspruch, tribologische Probleme wirklich zu lösen. Auch unsere Haltung, die unser Gründer Carl Bechem maßgeblich geprägt hat, leitet uns bis heute: neugierig bleiben, nah an den Anwendungen arbeiten und bereit sein, neue Wege zu gehen.

Innovation war nie ein Projekt,
sondern Teil unserer DNA

Thomas Brexeler, CSO

Wir haben uns Marktführerschaften erarbeitet

Nähe zur Technik und Nähe zu den Menschen, die sie entwickeln, ist seit jeher ein zentraler Erfolgsfaktor. Früh haben wir verstanden, dass echte Innovation nicht im Labor allein entsteht. Sie entwickelt sich im engenAustausch mit Maschinenherstellern, Forschungsvereinigungen und Entwicklungsabteilungen unserer Kunden. Diese Partnerschaften brachten immer wieder neue Lösungen hervor, die neue Standards gesetzt haben, etwa in der Stahlindustrie, im Drahtzug oder in der Wälzlagertechnik.

Gerade durch die enge Zusammenarbeit mit namhaften Wälzlagerherstellern konnten wir uns bereits im vorletzten Jahrhundert in einem Umfeld etablieren, in dem Zuverlässigkeit und Lebensdauer über Erfolg oder Ausfall entscheiden. Dort haben wir uns einen Namen gemacht. Nicht als Lieferant von „Standardfetten“, sondern als Entwicklungspartner für hochperformante, anwendungsspezifische Lösungen.

Entwicklungspartner der Automobilindustrie

Auch die Entwicklung in der Automobilindustrie zeigt, wie wichtig Wandlungsfähigkeit ist und wie sie zu einer unserer Kernkompetenzen wurde. In den frühen Jahren spielten Motorenöle und klassische Schmierfette für Achslager eine große Rolle. Doch mit der Standardisierung dieser Produkte nahm der Wettbewerbsdruck stark zu. Wir haben daraus eine klare strategische Entscheidung abgeleitet: weg vom Massenmarkt, hin zu hochspezialisierten Anwendungen im Fahrzeug.

Heute stehen bei uns Komponenten im Fokus, die meist im Verborgenen arbeiten, aber von zentraler Bedeutung sind für Komfort, Sicherheit und Lebensdauer wie beispielsweise kleine Verstellgetriebe für Sitze, Fensterheber, Schließsysteme, Schiebedächer oder auch empfindliche Elektrokontakte. In diesen Bereichen ist eine Lebensdauerschmierung gefordert, oft unter sehr engen Bauraumbedingungen und wechselnden Umwelteinflüssen. Heute gehören wir in diesen hochanspruchsvollen Feldern zu den anerkannten Spezialisten weltweit.

Gleichzeitig haben wir früh erkannt, dass sich Anforderungen in sensiblen Bereichen wie der Lebensmittelindustrie oder im Trinkwasserumfeld grundlegend verändern. Schmierstoffe müssen dort sowohl tribologisch überzeugen als auch strengste regulatorische Vorgaben erfüllen. Dass wir heute ein umfassendes Sortiment anbieten können, kommt nicht von Ungefähr. Es ist das Ergebnis konsequenter Entwicklungsarbeit und enger Abstimmung mit unseren Kunden sowie der Wille, neue Standards aktiv mitzugestalten.

In unserer Geschichte spiegelt sich auch eine Geschichte technologischer Pionierleistungen: vom ersten Ureaschmierfett für die Stahlindustrie in den 1970er-Jahren über einen vollständig mineralölfreien, wasserbasierten Kühlschmierstoff bis hin zur Einführung der Mikrokapseltechnologie in Gleitlacken. Und mit unserer BECHEM Nexus Technology präsentieren wir die marktweit erste Festschmierstofflösung, die PTFE ersetzen kann. Ein weiterer Beleg dafür, dass wir nicht nur auf Trends reagieren, sondern sie visionär mitgestalten.

Wenn ich auf unsere Geschichte blicke, sehe ich eine kontinuierliche Weiterentwicklung, getragen von technischem Verständnis, enger Partnerschaft mit unseren Kunden und dem Mut, auch vertraute Pfade zu verlassen. Wandlungsfähigkeit bedeutet für uns nicht, Altes hinter uns zu lassen. Es bedeutet, unsere Erfahrung als Fundament zu nutzen, um neue Wege zu gehen.

Genau das wird auch in Zukunft unser Anspruch bleiben: für jede neue technische Herausforderung die passende tribologische Antwort zu finden. Zuverlässig, partnerschaftlich und mit Blick nach vorn.